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… um und in der Mühlbachquellhöhle

 

Fahrtenbericht zur ersten Biwaktour in der Mühlbachquellhöhle
vom 28-29.12.2016

Hier ein Bericht über die Entstehung eines Biwaks im Ostgang der Mühlbachquellhöhle. Das Biwak liegt 130 Meter unter der Hochfläche und ist nur vom Höhleneingang in Mühlbach aus über etwa drei Kilometer Gangstrecke erreichbar.

Auf dem Hinweg müssen 8 Siphone mit einer Länge von 25-80m und einer Tiefe bis zu -11m durchtaucht werden. Auf den Überwasserstrecken zwischen den Siphonen, die man oft nur kletternd überwinden kann, muss man die bis zu 50kg schwere Ausrüstung mitschleppen.

Das Biwak dient den Tauchern als Schlaf- und Aufwärmplatz und liegt ca. 200m vom Hillbillie-Versturz entfernt. Dieser derzeitige Endversturz blockiert momentan den Gangverlauf vollständig. Ein Weiterkommen ist nur durch ausdauernde und harte Arbeit möglich.

Die Taucher werden stets von vielen weiteren Mitgliedern der Karstgruppe Mühlbach unterstützt. Viele der Helfer stehen früh auf und tragen die schweren Flaschen und Ausrüstungsgegenstände bis zum Abtauchort an der „Tauchbasis Ost 1“, die auf halber Strecke liegt. So können die Taucher ihre Kräfte vor den langen Tauchtouren schonen.

 

Teilnehmer :

Taucher :
Sabrina Huber, Rainer Bornschlegl, Michael Kühn

Helfer rein:
Gerhard Winterstein, Martin Rüsseler, Christof Gropp, Brigitte Hilpert, Gerhard Strobel, Patrick Meyer

Helfer raus:
Gerhard Winterstein, Martin Rüsseler, Gerhard Strobel, Jacqueline Feyerer, Gerhard Griebel

 

Transport zum Biwak (von Rainer Bornschlegl)

Nach einem gemeinsamen gemütlichen Frühstück sind unsere restlichen 5 Tonnen mit Biwakmaterial relativ schnell gepackt. Trotzdem dauert es etwas länger, bis sich die große Mannschaft schließlich in Bewegung setzt. Da uns auch diesmal wieder genügend hilfsbereite Hände und Rücken bis zur Tauchbasis Ost 1 begleiten, sind wir, wie geplant, um ca. 13:00 bereit zum Abtauchen.

Der folgende Weg durch die Siphons ist für uns 3 Taucher mit je 2 Schleifsäcken sehr mühsam. Wir sind froh, als wir nach gut 1,5 Stunden den 6. Siphon hinter uns gebracht haben und während einer kleinen Pause vor dem 7. Siphon unser weiteres Vorgehen besprechen. Dort lagern bereits weitere 12 Materialtonnen, die wir auf den vorherigen Touren bis hier hin geschafft hatten. Somit wollen heute insgesamt ca. 18 Säcke weitertransportiert werden!
Sabrina und Michael durchtauchen mit je 2 Säcken „bewaffnet“ den 7. und 8. Siphon. Dahinter werden die Tonnen ausgeladen und das verbleibende Blei mit Luftsäcken halbwegs neutralisiert. Michael taucht zurück und übernimmt die nächsten von mir vorbereiteten (neutral tarierten) Säcke. Die erste Runde (ca. 35..40 min) erscheint mir sehr lange. Ich habe längst die Tonnen sortiert („Was kann notfalls nochmal hier liegen bleiben?“), habe etwas „Wegebau“ über den Versturzhaufen („LmaA“-Verbruch) betrieben und fröstele bereits. Nach der zweiten Runde entscheiden wir, nun beide parallel zu tauchen! Und tatsächlich begegnen wir uns mitten im 7. Siphon – ich auf dem Hinweg und Michael auf dem Rückweg. Die Wassertrübung liegt inzwischen bei „Nullsicht“, aber Michael tastet souverän um mich herum, um die Leine nicht zu verlieren. Nach meiner Rückkehr vor den 7. Siphon treffen wir erneut aufeinander. Beide etwas ungeduldig, beschließen wir, parallel mit je 3 Säcken (das Blei reicht gerade so) das restliche Material „auf einen Rutsch“ nach hinten zu schaffen. Vor dem 7. Siphon bleiben nur 2 Eimer zurück – kein Problem auf der nächsten Tour. Michael lässt mir den Vortritt (falls ich irgendwo hängenbleibe) und bleibt dicht hinter mir. Nach dem 7. Siphon krabbeln wir schwer bepackt durch die niedrige Kammer zum kurzen 8. Siphon und tauchen dort letztmalig kurz ab.

Um 17:00 erreichen wir mit unseren 16 Tonnen, 2 Seilen, etwas Werkzeug und weiterem Kleinzeug den Biwakplatz.

Müde und hungrig realisieren wir, dass uns niemand den Biwakaufbau abnehmen wird. Erst mal gibt’s eine kleine Vesper, dann sehen wir weiter!

 

Biwak Aufbau (von Michael Kühn)

Wir sahen uns einer weiteren Aufgabe gegenüber und solange diese nicht erledigt war, konnte an Schlafen gehen nicht gedacht werden. Rainer kochte erst mal Tee, das Brot und ein Stück Käse auf die Hand taten gut, waren aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Etwas unschlüssig und zunächst ohne konkrete Idee schauten wir uns den erkorenen Biwakplatz an. Ich diskutierte die eine oder andere Variante des Aufbaus mit Rainer, bis wir endlich den richtigen Einfall hatten. Wir zogen von einer Seite zur anderen Schnüre knapp unter der Decke, um dann die 3 x 4 m große Plane, so dicht als möglich am Fels straff aufzuspannen. Diese Plane dient zum „Abdichten“, damit kein Tropfwasser auf die Schlafsäcke tropft. Das war der aufwändigste Teil. Die Plane sollte wirklich sehr dicht an die Decke liegen, damit wir keine Höhe verlieren – die ist eh nicht gerade üppig vorhanden. Eine ganze Menge Edelstahl-Dübel wurden dabei gesetzt, der eine oder andere gar umsonst, weil am Ende der Winkel nicht ganz stimmte. Der heiße Tee tat gut dabei und zusammen mit der körperliche Arbeit (im Liegen bohren kann ganz schön anstrengend sein), lief uns der Schweiß herunter. Sabrina baute in der Zwischenzeit das Biwaktelefon auf, so dass es zur vereinbarten Zeit, um 20 Uhr, einsatzbereit war.

Langsam machten wir uns Sorgen über die eine, nicht auffindbare Küchen-Tonne, da darin der zweite Akku für die Bohrmaschine deponiert war und ein Geschenk von Gerhard Winterstein, das wir erst im Biwak öffnen durften. Diese Tonne war einfach nicht aufzufinden zwischen den 16 anderen Tonnen. Rainer und Sabrina gingen abwechselnd noch einmal zurück zum Siphon, in der Hoffnung, dass wir sie dort vergessen hätten, ohne Erfolg. Als die obere Plane nun zu aller Zufriedenheit an die Decke gespannt war, war die Bodenplane darunter recht schnell eingebaut.

Dann wurde es häuslich: Sabrina reinigte die Planen, räumte die Isomatten ein und legte die Schlafsäcke darauf. Rainer und ich betrieben in der Zwischenzeit Wegebau, richteten einen provisorischen Essensplatz ein und spannten zwei Wäscheleinen.

Somit haben wir ein richtig kuscheliges Biwak für 3 Personen mit der Option auf 4 Plätze – für mehr ist wirklich kein Platz. Mit der Toilette waren wir noch unschlüssig, Testen wollte sie auch keiner und so ging ich mal um die Ecke…. dann hörte ich Jubelgeschrei … ich fragte mich worüber man sich gerade so freuen kann und hatte nur eine Idee: Die Tonne war gefunden worden! So war es dann auch, gerade noch rechtzeitig, da nicht nur Küchenutensilien, sondern auch unser Geschenk drin waren. Auch ich zauberte nun eine kleine 0,35l-Flasche Champagner aus der Tonne meiner persönlichen Sachen. Dafür musste ich eine Fleece-Jacke daheim lassen… das wird ein Fest! Grund zum Anstoßen gab es an diesem 1. Abend im Biwak genug!
Zwischenzeitlich war es 20 Uhr geworden und damit Zeit für unser Telefonat mit der Außenwelt. Die Verbindung war sofort da. Klar und deutlich verstand man Martin R. und Gerhard W. auf der Hochfläche.

Aber das war nicht alles! Wir wollten zum ersten Mal eine Weiterleitung von der Hochfläche auf Martins Handy testen und verabredeten uns nochmal um 21 Uhr. Wir waren total gespannt ob das klappen würde! Um Punkt 21 Uhr gab es dann einen Anruf von Martin R. über ein Handy zu uns ins Biwak!!! Martin und einige andere Mitglieder befanden sich zu dem Zeitpunkt im Haus des Gastes in Mühlbach!!! Absoluter Hammer! Umgekehrt wurde auch ein Anruf vom Biwak auf Martins Handy getestet. Auch das funktionierte sofort! Anschließend gab es noch einen Test. Wir riefen über eine Konferenz-Schaltung zu Hause bei Dieter an, der wegen seiner Rufbereitschaft daheim in Uttenreuth bleiben musste. Der war total baff, als er uns da am Telefon hatte! Sabrina hatte Tränen in den Augen. J

Gerhard Winterstein schrieb dazu:
Die Konferenz-Schaltung lief über das Haus des Gastes in Mühlbach!! D.h. Martin rief vom Sofa im Haus des Gastes mit dem Handy die Relaisstation auf der Hochfläche an. Von dort aus ging das Gespräch via Langwelle durch 130m Deckgebirge hinab zum Biwak am Hillbilly. Anschließend wurde Dieter per Konferenzschaltung mit eingebunden. Wir anderen konnten gemütlich auf dem Sofa über Lautsprecher zuhören!!! Das ist Höhlenforschung für alte Säcke!!
Vielen Dank, Martin Rüsseler!

 

Es wurde vereinbart, dass wir uns nach dem Frühstück um 8 Uhr nochmal zusammenriefen.

Anschließend musste der Kocher noch einmal heißes Wasser machen, um uns eine Portion Travel Lunch „Chili con Carne“ aufzukochen. Wir aßen alle aus derselben Tüte (etwas bissig war es noch – es hätte noch länger ziehen sollen), aber wir hatten Hunger! Dazu haben wir mit Champagner angestoßen. Zum dritten Male wurde der Kocher bemüht, um Wasser für Sabrinas Wärmflasche zu erwärmen. Leider haben wir es nicht heiß genug gemacht und so brachte es leider nicht den erwünschten Erfolg. Jeder freute sich auf die erste Nacht! Zuvor einigten wir uns noch auf die Hausordnung: „Ordnung und Hygiene im Biwak“. Wir alle versprachen diese auch einzuhalten. 😉

Nun mussten wir uns der Nasstauchanzüge entledigen und durften in unsere warme trockenen Wechsel-Fleecewäsche schlüpfen, dann ging´s endlich in den Schlafsack. Mir war schnell kuschelig warm – leider blieb das über Nacht nicht so. Es war zwar einigermaßen warm, es hätte aber durchaus noch ein bisschen mehr Isolation sein dürfen. Dennoch war die Nacht zumindest für Rainer und mich erholsam.

 

Der Rückweg (von Sabrina Huber)

Die Nacht war sehr unruhig. Das schöne Rauschen des Baches wurde stets von den schnarchenden Höhlenkameraden unterbrochen. Dazu kam, dass meine doch sehr langen Haare so nass waren, dass die Mütze gut vollgesaugt war und somit nicht mehr richtig wärmte. Irgendwann schlief ich dann endlich ein und da ging auch schon um 7 Uhr der Wecker.

Die Männer frühstückten warmen Brei, ich knabberte mein restliches Brot und dazu gab es heißen Tee. Pünktlich um 8 Uhr meldete sich das Telefon. Martin R. erkundigte sich nach unserem Befinden und wann wir unseren Rückweg geplant hatten. So wusste die Rückholmannschaft, dass wir ungefähr um 11 Uhr am Ost 1 ankommen würden.

Nach der Morgentoilette hieß es Zähne zusammenbeißen: raus aus den trockenen warmen Sachen, rein in den nassen, kalten und sandigen Neoprenanzug. Anschließend bauten wir noch das Biwaktelefon ab, räumten das Biwak auf und machten uns auf dem Weg zum
Ost 8.

Aufgerödelt und mit jeweils einem Sack und Tauchblei bewaffnet, machten wir uns, kurz nach 9 Uhr, gemütlich auf den Rückweg. Die Siphons konnten über Nacht aufklaren und somit hatten wir beim Zurücktauchen außergewöhnlich gute Sicht.

Pünktlich, gegen 11 Uhr, tauchten wir am Ost 1 auf, wo schon die Rückholmannschaft auf uns wartete. Vom Gerhard W. gab es heißen Tee. Zügig wurden die Flaschen verpackt und gegen 13 Uhr erreichten wir den Ausgang.

Fazit: Eine tolle Tour und ein super Team! Nur so ist Höhlenforschung möglich!

 

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Impressionen von einer insgesamt 13-stündigen Prospektionstour zur Einrichtung eines Biwaks am östlichen Höhlenende („Hillbillie“-Verbruch).

Dabei wurde eine Funk-Kommunikationseinrichtung getestet, sowie eine Langwellen-Vermessungspeilung zur Hochfläche durchgeführt.

An dieser Aktion waren insgesamt 16 Mitglieder beteiligt: 2 Taucherinnen, 11 Materialträger zur Tauchbasis am Ostsiphon 1 („Sherpas“), sowie einige Leute, die währenddessen auf der 100m darüber liegenden Hochfläche die jeweilige Gegenstation aufbauten und bedienten. Statt eines nüchternen Forschungsberichtes hier einfach einmal der Auszug einer eher zwanglosen vereinsinternen Informationsmail von Sabrina Huber:

Hallo zusammen!

Schön zu lesen, wie die ganze Aktion auf der Hochfläche abgelaufen ist!

Dorle und ich sind sehr froh darüber, dass alles so super geklappt hat, denn das Langwellenteil Richtung Hillbilli zu bringen, war eine ganz schöne Schinderei!!! Das hat uns einige Flüche und Improvisationen gekostet!

Verpacken der Langwellenantennen

Verpacken der Langwellenantennen

Einweisung zur Radon-Messung

Einweisung zur Radon-Messung

Angefangen hat das Ganze schon beim wasserdichten Verpacken. Eigentlich wollten wir das Ganze galant in eine Tonne stecken – von den Maßen her hätte alles in eine 12l-Tonne gepasst. Aus Befahrungsberichten von Materialtransporten aus anderen Höhlen, konnte entnommen werden, dass so eine12l Tonne mit 16 kg Blei beschwert werden muss, um sie durch einen Siphon zu bringen. Aus dem Plan mit der Tonne, wurde dann ein Verpacken in 4 Ortliebsäcken, die jeweils mit einem Ventil versehen waren. So sah die ganze Geschichte schon etwas „leichter“ aus.

Einfahrt um 0930

Einfahrt um 0930

Namensplakettencheck bei der Einfahrt

Namensplakettencheck bei der Einfahrt

Um ca. 9.30 Uhr machten wir uns dann alle auf den Weg in die Höhle. Vielen Dank an Mike, Klaus, Christof, Brigitte und den Gebrüdern Queitsch fürs Helfen beim Reintragen!! Bei so vielen Helfern, hatten Dorle und ich nichts zu schleppen, was wirklich sehr sehr angenehm war. Am Ost 1 angekommen, machten wir uns tauchbereit. Ich nahm das Langwellendings verpackt in den Ortlieb-Säcken in die Hand und versuchte abzutauchen. Das scheiterte kläglich, da meine Hand mit dem Sack durch den Auftrieb senkrecht nach oben hing. Also Kommando zurück…. Robert hatte das „Problem“ gleich erkannt und hängte an den Sack nochmal schnell einen 8kg-Bleigurt. So machten Dorle und ich uns mit jeweils 3 Tauchflaschen und dem Ding auf dem Weg. Das Ganze zog sich dann schwer beladen und bei abwechselndem Tragen und Durchtauchen bis durch den Ost 4.

Da uns Robert noch 2 Expositions-Prüfröhrchen mitgegeben hatte, um Radon zu messen, platzierten wir gleich mal eines davon an einer trockenen Stelle – wir wollten ja auch etwas „Gewicht“ loswerden. Zusätzlich legten wir noch jeweils eine Tauchflasche ab und freuten uns, dass es etwas leichter werden sollte mit dem Schleppen, aber irgendwie war nix mit „feenleicht“. So tauchten wir durch den Ost 5 und auf dem Weg zu Ost 6 platzierten wir das zweite Prüfröhrchen. Da Robert uns gebeten hatte, die Zeit der Öffnung zu dokumentieren, haben wir die Tafel mit den Infos und ein wasserdichtes Tauchei für die „Rausholer“ dort liegen lassen. Die Röhrchen müssen nämlich nächsten Samstag aus der Höhle wieder mitgenommen werden.

Da mir der Sack mit dem Blei langsam zu schwer wurde, kam ich auf die „tolle“ Idee, das Blei zu entfernen und die Langwellenantenne in meinen Schleifsack zu stecken, der jetzt durch die zuvor abgelegte Tauchflasche fast leer war. Dorle baute ihre GoPro zusammen, weil sie die nächsten Siphone filmen wollte. Wir machten uns tauchbereit, Dorle voran. Ich wartete etwas und „versuchte“ nachzutauchen, was natürlich nicht ging, weil ich durch den Auftrieb des Sackes selber wie ein Sack an der Decke hing. Also wieder zurück und da kam mir die Idee, Steine zu suchen um meinem Sack zu beschweren, denn die konnte man nach dem Durchtauchen wieder ablegen und sich vor´m nächsten Siphon neue suchen.

unterwegs in der Siphonkette

unterwegs in der Siphonkette

Ja das ist gar nicht so einfach…da sucht man Steine in einer Höhle und findet keine…jedenfalls nicht die Größe, die man benötigt! Da waren nur lauter kleine Kiesel!! Also dann stopft man davon viele in den Sack, ein größerer war noch dabei, und ab ging es wieder durch den Siphon. Klappte super!

Das zog sich dann durch Ost 6 und Ost 7 und was seh´ ich vorm Auftauchen? Liegt da nicht ein Snickers-Riegel im Wasser! Das Design war schon etwas älter und leider ist er uns dann aufgeplatzt und hat so furchtbar gestunken, dass uns beinahe schlecht geworden ist!! Vielleicht hätten wir ihn liegen lassen sollen….bäh.

Hinter Ost 8 angekommen, legten wir erleichtert unsere gefühlten 135kg ab…. 🙂

Langwellensender im Biwak um 1520

Langwellensender im Biwak um 1520

Der Blick auf die Uhr zeigte uns schon 15 Uhr an … jetzt aber zackig. Wir suchten das geplante Biwak und fanden dort eine super Stelle, um die Langwelle auszupacken. Ich öffnete voller Spannung den ersten Sack (während der Taucherei glaubten wir nicht mehr an eine „trockene“ Langwelle): der war innen pitschnass, dann den zweiten Sack…nass, dritter Sack….nass….ach und dann…der vierte Sack…trocken! JIPPIE!!

Telefonat mit Tauchbasis Ost 1

Telefonat mit Tauchbasis Ost 1

Verlegen der Rundantenne über Ost 1

Verlegen der Rundantenne über Ost 1

Martin hatte uns gesagt, dass die Plastikhülle von dem Ding durch die Kälte etwas starr sein wird. Wir haben das dann etwas gewärmt und versucht einen Kreis zu formen….was gar nicht so einfach war. Dann steckten wir die Kabel in die Akkus und das grüne Licht ging an. Da war es genau 15.20 Uhr. Wir saßen also ehrfürchtig vor einem Plastikkreis und mehr tat sich ja nicht, also das Ding hat nicht getanzt oder so, und wir auch nicht…wir hatten nämlich allmählich etwas Hunger. 🙂

Probeliegen im geplanten Biwak

Probeliegen im geplanten Biwak

Dorle hat das Ganze noch gefilmt und wir haben unseren schönen Biwakplatz bestaunt und schon visuell eingerichtet und natürlich für euch gefilmt und dokumentiert. Dorle hat noch ein paar Gesteinsproben eingepackt und um 16.15 Uhr war die Langwellen-Zeremonie vorbei. Wir machten uns auf den Weg zurück….und das gestaltete sich etwas „schwieriger“….

wo bleibt das Signal

wo bleibt das Signal

uups - wir haben ein Signal

uups – wir haben ein Signal

Wir machten uns alle tauchbereit und merkten schnell, dass die von uns vorher benutzten Steine zum Beschweren plötzlich nicht mehr ausreichten, um die ganze Sache durch die Siphone zu bringen. Beim Zurücktauchen durch den Ost 7 kam ich vielleicht 5 m weit und musste umkehren, weil der Auftrieb zu groß war. Anscheinend hatten wir beim Wiedereinpacken in den Säcken zu viel Luft drin gelassen. Da das Wasser jetzt schon nur noch braun war, fanden wir einfach keine geeigneten Steine. Meine Laune sank auf den Nullpunkt! Ich war so genervt und wollte das Ganze einfach liegen lassen! Schnauze voll! Gott sei Dank hatte Dorle ein Herz für das Teil und machte den Vorschlag es anders zu probieren. Sie nahm den Sack mit der Langwelle vor sich auf den Bauch und so schaffte sie ihn durch den Siphon zu bringen! Gott sei Dank!

Dann auf dem Weg Richtung Ost 6 hatte sich meine Hilfsleine abgerollt und sich überall rumgewickelt…das Ganze kostete uns wieder unnötig Zeit. Nach Ost 6 hatten wir dann wieder den Bleigurt an der Backe und machten uns weiter auf den Weg in Richtung Heimat….wir haben uns immer wieder abgewechselt mit Tragen und Durchtauchen. Wer…wann…wie…was…kann ich nicht mehr so genau sagen…bei 8 Siphons hin und 8 zurück…16mal „Herumgeeiere“…da verliert man schon mal den Überblick.

Im Ost 4 ist dann leider der Bleigurt von dem Langwellendings verloren gegangen und war in der Brühe auch leider nicht mehr zu finden. 🙁

Dann ging es natürlich wieder mit viel zu viel Auftrieb und den wiederaufgenommen Tauchflaschen zurück, und so kamen wir etwas genervt um 20.10 Uhr am Ost 1 an. Dort warteten schon Dieter, Jacky, Gerhard Griebel und Gerhard Strobel.

Rückkehr der Taucher an Tauchbasis Ost 1um 2000

Rückkehr der Taucher an Tauchbasis Ost 1um 2000

Gegen 22.30 Uhr am Höhleneingang oder -ausgang angekommen…je nachdem…empfing uns dann der Herr Rüsseler mit einem heißen Glühwein!! Na das hatte sich ja gelohnt! 🙂 Eine feine Sache! 🙂

Jacky hatte auch noch mitgedacht und war so lieb und hat uns in der Wirtschaft ein warmes Schnitzel vorbestellt. Sehr lobenswert!

Also im Großen und Ganzen eine tolle Tour mit einem super Tauchbuddy! Danke dir Dorle!!

Das war ja die erste Hillbilli-Mädeltour! 🙂

Wir sind echt stolz auf uns, trotz dem vielen Gewicht (ich hatte zeitweise 38 kg dabei!) und der teilweise blöden Umstände, es so toll gemeistert zu haben! Wir haben einiges daraus gelernt, etwa dass wir ohne Bleidepots an den jeweiligen Siphonanfängen keine Material-Tauchgänge mehr machen! Das ist einfach unzumutbar!

Und nochmal ein riesengroßes Dankeschön an die zahlreichen Helfer!

Wir Taucher finden es sicher nicht selbstverständlich, dass ihr für uns am Wochenende früh aufsteht, dann über 1 Std. nach Mühlbach fahrt, um uns die schweren Flaschen abzunehmen! Ohne euch würden solche Aktionen nicht gehen! Danke dafür!

Wir sind alle ein echt tolles Team!

Gute Nacht!

Sabrina

 

Hier noch der Bericht von Robert, der gleichzeitig auf der Hochfläche war:

Servus zusammen,
erst mal herzlichen Glückwunsch an Dorle und Sabrina, dass alles so gut geklappt hat. Nach dem phänomenalen Erfolg einer Kommunikation aus der Höhle heraus hat auch der Rest Freude gemacht. War schon ein beruhigendes Gefühl, als das erste Signal vom Hillibilli per Langwelle ankam. Zunächst ist Martin (R) ja recht herumgeirrt, auf der Suche nach dem Signal. Die Bewegungen der Antenne waren wild, alle Knöpfe und Schalter des Geräts durch alle erdenklichen Positionen durchpermutiert. Handys, Kammeras und sonst alles elektronische Equipment wurden der Störung verdächtigt (hab selbst „Gerüchte“ geschürt…). Ein außenstehender Beobachter hätte sich ob der Dynamik der kleinen Gruppe am Acker sicher sehr gewundert. Später aber hatte Martin die Antenne gaanz ruhig in der Hand und seine räumliche Bewegung war zielgerichtet – das Signal ist da. Wir waren also im Bilde dass am HilliBilli alles in Ordnung war. Auch der Zeitpunkt des Zurücktauchens konnte abgeschätzt werden, perfekt!
Der nach oben projizierte Messpunkt liegt lauschig im Unterholz…

Grüße Robert

 

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17.05.2014 Neues im Jenseitsgang:

Bei einer Kontrolltour zum Jenseitsgang haben wir Tierspuren entdeckt, die viele Spekulationen geweckt haben. Fledermaus, Marder, Jenseitsmonster, alles ist möglich.
Die neuesten Recherchen habe ergeben, dass es sich wohl um den Siebenschläfer (auch Bilch genannt) handelt. Ein Tier, das sich gerne mal in Höhlen aufhält. Wir alle hoffen, dass das Tier den Ausgang wieder gefunden hat.

Schöne Halle im Jenseitsgang

Schöne Halle im Jenseitsgang (LMA-Halle)

Originalaufnahme vom 17.05.2014

Originalaufnahme vom 17.05.2014

Siebenschläfer

Siebenschläfer

 

 

 

Die Ausbildung geht weiter …

Am 22.12.2013 haben zwei unserer Fördermitglieder erfolgreich den Maulwurfsiphon bezwungen. Das ist der Erfolg des langen Trainings zuvor.

Jeder unserer „Maulwurftaucher“ muss mindestens einen Stresstauchkurs absolvieren.
Dabei taucht der Trainee unter mehreren Hindernissen durch und muss auch, unter Aufsicht natürlich, verschiedene Szenarien durchspielen. Verlust von Atemregler und Tauchmaske, unter Wasser sind dabei die „leichten Übungen“.

Wir gratulieren unseren neuen „Maulwürfen“ und freuen uns auf weitere erfolgreiche Befahrungen jenseits des Maulwurf-Siphons.

Tauchtraining am Ost1 bis Ost3

letztes Tauchtraining für die „neuen Maulwürfe“

Arbeiten am Siphon

Arbeiten am Siphon

 

Am 8.12.2013 waren unsere erfahrenen Taucher mit drei Auszubildenden (Tauch-Azubis) im Ostgang und haben ein sehr erfolgreiches Training absolviert.

Tauchtraining im trüben Wasser

Tauchtraining im trüben Wasser

Briefing

Briefing

in ganz persönlichen Neuland

Tauchausbildung unter der Aufsicht von unseren erfahrenen Tauchern in einer kurzen Siphonstrecke

spektakuläre Einsichten

Tauchausbildung unter der Aufsicht von unseren erfahrenen Tauchern in einer kurzen Siphonstrecke

Auftauchen

Auftauchen

 

Unsere Multimediavortrag am 19.10. 2013 war wieder ein voller Erfolg!

Vortrag 2013

Man traf sich …

Dieter begrüßt die Gäste

Dieter begrüßt die Gäste

 

Vortrag 2013

Dieter informiert gekonnt.

 

Vortrag 2013

3D Multimedia in HD !

 

Stefan referiert den wissenschaftlichen Teil

Stefan referiert den wissenschaftlichen Teil

Die charmante Besetzung der Brillenausgabe

Die charmante Besetzung der Brillenausgabe

Neuer Artikel im Donaukurier vom 22.10.2013:
Muehlbach-Neuigkeiten-aus-der-Unterwelt