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Willkommen bei der Karstgruppe Mühlbach (KGM)

Astronautinnen in der Mühlbachquellhöhle

Zwei Astronautinnen trainierten bei einer mehrtägigen Tour in der Mühlbachquellhöhle für die ISS.
Die Teilnehmer vor der Einfahrt von links nach rechts: Rainer Bornschlegel (KGM, stellvertretender Expeditionsleiter), Pauline Oberender (Geografin, Höhlenforscherin, wissenschaftliche Expeditionsleiterin), Dr. Suzanna Randall (Astronautin-Trainee), Sabrina Huber (KGM, Expeditionsleiterin), Dr. Insa Thiele-Eich (Astronautin-Trainee), Oliver Heil (SAH, Astronautinnen-Betreuer).

Hier der Link zum Neumarkt-TV Beitrag dazu:
https://youtu.be/j1YYaoUfq0o 

Die Astronautinnen auf KIKA (Kinderkanal):
https://www.kika.de/kika-live/kika-live-100.h

Das „Ikarus-Biwak“ in der Jules-Verne-Passage: Dieses Bild wurde über unser 100kHz-Langwellentelefon quer durch 100m Deckgestein direkt aus der Höhle übertragen (dank genialer Martin-Rüsseler-Eigenbautechnik). Die Qualität ist bei der extrem niedrigen Frequenz natürlich nicht die beste, doch könnte es sich dabei um das erste jemals direkt übertragene Bild aus einer Höhle handeln. Auf dem Schild, das die Abgebildeten, darunter die beiden Astronautinnen, in die Kamera halten, steht: „HELP – WE NEED SPOONS!“ („Hilfe, wir brauchen Löffel!“). Sie hatten nur vier statt der benötigten sechs Esslöffel mitgenommen.

Am 20.5.2021 um 10:30 Uhr erfolgte der Wiedereintritt der beiden Astronautinnen in die Außenwelt. Alles ist gut gegangen – bis auf die Sache mit den vier Löffeln für alle Sechs. Die Gruppe freute sich, nach vier Tagen endlich mal wieder etwas Grünes zu sehen – und natürlich auf ein Glas Schampus auf die gelungene Tour!

Wir trauern um unser Mitglied Roland Harnisch.
R.I.P. Roland, Du fehlst uns sehr. 06.02.2021

Dank an alle beteiligten Helfer bei der Höhlenrettung Am 6. Februar 2021 verunglückte Roland Harnisch in der Mühlbachquellhöhle. Sein Unfall hatte eine Bergungsaktion mit mehr als 200 Beteiligten zur Folge. Trotzdem war es leider nicht möglich, ihn lebendig zu bergen. Wir trauern mit den Hinterbliebenen um einen lieben Menschen, guten Freund und herausragenden Höhlenforscher! Höhlenforschung lebt auch von gemeinsamen Erlebnissen und Kameradschaft – ein solcher Verlust geht uns allen nahe. Die Mitglieder der Karstgruppe Mühlbach haben bei der Bergung viel Unterstützung erfahren. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Beteiligten: bei den Rettungskräften von nah und fern, bei den Vertretern und Mitarbeitern der Stadt Dietfurt, und besonders bei der Mühlbacher Dorfgemeinschaft. Viele Menschen haben selbstlos und unbürokratisch alles daran gesetzt, um die Einsatzkräfte und die Höhlenforscher zu unterstützen. Wir wissen diese Hilfsbereitschaft sehr zu schätzen, ist sie doch alles andere als selbstverständlich. Die Aufarbeitung des Unfalls wird uns noch lange beschäftigen. Wir hoffen dennoch, dass wir die Forschungen wieder aufnehmen und in gewohnter Weise unseren Beitrag zur Dorfgemeinschaft leisten können. Dieter Gebelein für den Vorstand der Karstgruppe Mühlbach e.V.
Liebe Höhlenfreunde in Bayern und in Deutschland, am Samstag, 6. Februar 2021, hat sich ein tragischer Unfall in der Mühlbachquellhöhle bei Dietfurt im Altmühltal ereignet. Dabei verlor ein Mitglied der Karstgruppe Mühlbach sein Leben. Damit sich alle ein eigenes Bild von der Situation machen können, wollen wir den Verlauf kurz darstellen, soweit er sich momentan rekonstruieren lässt. Um Datenlogger für eine Ende Februar geplante Gewässermarkierung einzubringen, waren unter Hygienebedingungen zwei Zweierteams im Nordgang unterwegs, die zu versetzten Zeiten eingefahren waren. Die Tour verlief entspannt und ereignislos. Auf dem Rückweg war unser verunglückter Kamerad Roland der Schlussmann. Er tauchte als letzter in den Maulwurfsiphon, einen 6m langen, bis 50cm hohen Unterwasserschluf mit starker Trübung und viel Bodensediment, ein. Die beiden Teams waren bei diesem Hindernis zusammengekommen. Als Roland nach der zu erwartenden Zeit nicht auftauchte, stiegen seine Begleiter erneut in den Siphon ein, fanden ihn unter Wasser und bargen ihn. Weil weder Puls noch Atmung festzustellen und außerdem Wasser in der Lunge war, begannen sie sofort mit der Reanimation und führten sie über mehrere Stunden fort. Ein Mitglied des Teams verließ die Höhle, um den Notruf abzusetzen und verständigte darauf weitere Mitglieder der Karstgruppe Mühlbach, die sich sofort auf den Weg machten und teils das Team am Maulwurfsiphon verstärkten, teils im Eingangsbereich logistische Hilfe leisteten. Es wurde von allen Seiten alles Menschenmögliche unternommen, um unseren Kameraden zu bergen. Leider konnte der Notarzt, der mit einem der Rettungsteams in die Höhle eingefahren war, nur noch den Tod feststellen - ein Schock für uns alle, die wir bis zuletzt noch einen Funken Hoffnung hatten. Gegen 23:00 Uhr war die Bergung abgeschlossen, es erfolgte der Abbau vor Ort. Unsere Gedanken sind bei Roland und bei seiner Familie, bei all denen, die vor Ort geholfen und ihr Möglichstes gegeben haben, und natürlich bei den vielen hilfsbereiten Menschen, die diese Rettung begleitet und mit viel Überblick geleitet haben. Wir alle hätten uns einen anderen Verlauf gewünscht und sind zutiefst betroffen, dass wir einen so geschätzten Kameraden auf so tragische Weise verlieren mussten. Mehr Details zum Unfallhergang wird es erst im Lauf der Zeit geben, polizeiliche Ermittlungen sind am Laufen, da es sich um einen Unfall mit Todesfolge handelt. Natürlich kooperieren wir im vollen Umfang mit den Behörden, um selbst Gewissheit über den Hergang zu gewinnen und bei Bedarf unsere strengen Sicherheitsrichtlinien noch weiter anzupassen. Für die Karstgruppe Mühlbach und den Vorstand. Christian Schöffel

Die KGM feiert „ihre“ frischgebackene Landesverbandsvorsitzende Sabrina Huber,
November 2019.

Die Mühlbachquellhöhle

In Mühlbach befindet sich eine der größten Karstquellen in Nordbayern. Jede Sekunde treten im Durchschnitt etwa 300 Liter Wasser im Quellteich des Mühlbaches aus dem Juragebirge zu Tage. Nicht ohne Grund versuchten deshalb bereits seit den 30iger Jahren des letzten Jahrhunderts immer wieder Höhlenforscher den Geheimnissen der umliegenden Höhlen auf den Grund zu gehen.

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Neues aus der Mühlbachquellhöhle:

Das Biwak wurde am 28.12.2016 errichtet und eingeweiht.

Die drei glücklichen Pioniere am Hillibillie-Biwak
Auch das Langwellen-Telefon wurde erneut eingesetzt